Haustiere

Tiere, gehalten im Haushalt, sind für ihre Halter meist mehr als nur Mitbewohner – oftmals gehören sie mit zur Familie. So wird sich im Idealfall intensiv mit dem Haustier beschäftigt, es wird gehegt, gepflegt und unterhalten. Doch nicht nur Zeit, sondern auch Geld wird in die Haustiere investiert. Und so ist der Markt für Tierbedarf und –futter im Heimtierbereich eine große, umsatzstarke und stetig wachsende Branche. Denn so manch einer lässt sich das Wohl seiner Tiere einiges kosten. Auch einige Tiere selbst können viel kosten: Rassehunde und –katzen, Japanische Karpfen oder Pferde sind bereits bei der Anschaffung ein teures Hobby. Und wer sich dieses leistet, der spart meist auch bei der Haltung seiner Tiere nicht.

Wie Hund und Katz

Die wohl beliebtesten Tiere für zu Hause sind Hunde und Katzen. Sie gehören zur Familie, zeichnen sich durch eine gewisse Intelligenz und Anhänglichkeit aus. Diese Tiere begleiten ihre Familie oft jahrelang. Insbesondere Hunde gelten als treue Begleiter des Menschen. Der domestizierte Nachkomme des Wolfes hat sich im Laufe der Jahrhunderte so sehr in den Lebensraum des Menschen eingefügt, dass er dessen Gesellschaft sogar der seiner Artgenossen bevorzugt. Das artgerechte Halten von Hunden ist somit in unserer Gesellschaft sehr gut möglich – wenn auch weitere Faktoren stimmen. Denn der Hund ist ein Haustier, das erzogen und beschäftigt werden möchte, das viel Auslauf benötigt und auch intellektuell gefordert werden sollte. Denn nur wenn alle Faktoren stimmen und bei der Sozialisierung keine Fehler gemacht wird, sind Hunde gesellschaftstaugliche Tiere. Katzen hingegen haben eine etwas differenzierte Auffassung von dem Zusammenleben mit „ihren“ Menschen. Während Hunde Tiere sind, die jederzeit für Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten dankbar sind, gehen Katzen oft und gerne eigene Wege und möchten zeitweise einfach nur in Ruhe gelassen werden. Oftmals werden gerade Katzen, oftmals aber auch Hunde insbesondere bei älteren Menschen als Ersatz für Familie und nicht vorhandene Kinder angesehen. In diesen Fällen ist die Gefahr, dass eine nicht artgerechte Haltung auftritt, relativ hoch. Zu gut gemeinte Zuneigungen in Form von Leckerlis lassen gerade Tiere in primärer Wohnungshaltung rundlich werden, und auch emotional kann eine zu intensive gezeigte Liebe die Tiere nahezu erdrücken und einengen.

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Tiere in Aquarien und Käfigen

Hier scheiden sich die Geister: dürfen Tiere, die in ihrem natürlichen Lebensraum ein großes Revier haben und benötigen, in Käfigen, Aquarien und Terrarien gehalten werden? So werden gerade in Kinderzimmern Fische einzeln und in sehr kleinen Aquarien gehalten, die sich eigentlich in Schwärmen und weiten Gebieten am Wohlsten fühlen. Auch Vögel, eigentlich stellvertretend für Freiheit, werden meist in Käfigen gehalten – oftmals als einzeln gehaltene Tiere. Gerade diese Tiere können sich nicht äußern und ihren Haltern sagen, dass diese Haltung nicht artgerecht ist. Vielmehr zeigen sie es, indem sie krank werden und eingehen.

Faszination Pferd

Es ist der Traum vieler junger Mädchen: ein eigenes Pferd. Wenngleich sie nicht im Haus gehalten werden, sondern im Stall, können sie durchaus auch zu den Haustieren zählen. Denn Pferdehaltung findet heute zumeist als Hobby statt, die Tiere werden nur noch zum Ausreiten, Hegen und Pflegen gehalten, und nicht mehr als Arbeitstiere. Auch sie werden von ihren Besitzern umsorgt und für ihre Haltung wird oftmals viel Geld ausgegeben.