
Meeresbewohner
Die Meere und Ozean sind voll von Leben – zu großen Teilen noch unerforscht. Die Artenvielfalt unter Wasser ist enorm, und immer wieder werden neue, bisher unbekannte Arten entdeckt. Dabei gehören die meisten Arten der Meerestiere nicht – wie viele denken – zu den Fischen. Vielmehr lassen sich die Tiere des Meeres in folgenden Kategorien klassifizieren:
- Schwämme
- Nesseltiere: Quallen, Korallen, Seeanemonen
- Ringelwürmer: Blatt- und Bartwürmer
- Weichtiere: Muscheln, Tintenfische, Meeresschnecken
- Gliederfüßer: Krebse, Pfeilschwanzkrebse
- Stachelhäuter: Seesterne, Seeigel, Seegurken
- Wirbeltiere: Fische, Seeschlangen, Wale, Seekühe
Einige Tiere haben ihren Lebensraum im Wasser wie auch an Land, wie beispielsweise Robben, Pinguine und Wasserschildkröten. Sie finden ihre Nahrung primär im Wasser, die Geburt und Aufzucht des Nachwuchses findet jedoch eher an Land statt.
Wale
Zu den wenigen Säugetieren des Meeres gehören die Wale, zu denen auch die Delfine gehören. Diese imposanten und intelligenten Tiere werden von Laien oftmals zu den Fischen gezählt, doch sie unterscheiden sich zu den Wirbeltieren, indem sie ihren Nachwuchs lebend zur Welt bringen. Zahlreiche der 80 Walarten gelten als bedrohte Tierarten. Wie so oft ist der Mensch die Ursache hierfür. Zum einen gilt in einigen Ländern der Walfang als legitim, und nicht nur das Walfleisch ist begehrt. Das Durchdringen der Meere durch die Menschen ist ein weiterer Grund für die Bedrohung dieser Tiere. Die zahlreichen Schiffe mit ihren Geräuschkulissen verwirren das natürliche Ortungssystem der Wale und leiten auf falsche Bahnen. Wale sind für die meisten Menschen imposante Tiere. Sie treten immer in Gruppen auf zeigen sich den „Walewatchern“ gerne und in ganzer Größe. Auch Delfine zeigen sich dem Menschen gegenüber eher freundlich, und beeindrucken darüber hinaus mit ihrer Intelligenz. Diese Tiere sind so faszinierend, dass sie sogar zur Therapie schwerkranker und behinderter Menschen eingesetzt werden.
Fische und Fischerei
Fische sind die Tiere in den Meeren und Ozeanen, die primär zur Ernährung der Menschen verwendet werden. Die meisten Fischarten sind verzehrbar und durchaus schmackhaft. So ist gerade in Ländern mit fischreichen Gründen vor der eigenen Küste die Fischerei ein wichtiger Wirtschaftszweig. Mit der fortschreitenden Technologisierung des Fischfangs fand eine Überfischung statt, es wurden zu viele Tiere gefangen. So hat man in vielen Gebieten Fischfang-Quoten angeordnet, die dazu führen sollten, dass der Fischbestand sich wieder erholte. Auch hat man begonnen, die Tiere in Aquakulturen heranzuziehen. Diese – in der Regel in Buchten gelegenen – Fischfarmen hatten lange den Ruf, ihre Tiere mit (zu) vielen Medikamenten zu versorgen. Diese Grundeinstellung hat sich zwischenzeitlich geändert, und diese Art der Lebensmittelproduktion gleicht die geringeren Fangquoten aus.
Dabei sind Lachsfarmen die wohl am weitesten verbreitete Aquakultur, aber auch Austern werden in Küstennähe herangezüchtet.
Tiere unter Wasser beobachten – das Tauchen ist ein beliebtes Hobby und eine gern gesehene Freizeitbeschäftigung im Urlaub. Ob Schnorcheln oder Flaschentauchen, beim Tauchen kann man Fische und andere Meeresbewohner in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Dabei werden die Taucher angehalten, die Tiere nicht zu stören oder ihren Lebensraum zu zerstören. Daher wurden viele Tauchgebiete unter Naturschutz gestellt.