
Tiere und Berufe
Wer sich auch beruflich mit Tieren
beschäftigen möchte, hat hier mehrere Möglichkeiten. Als Tierpfleger im Zoo oder im Tierheim, als Tierarzthelferin in der Praxis oder Tierarzt in einer Tierklinik – die Möglichkeiten sind vielfältig. Die meisten Berufe, die mit Tieren zu tun haben, sind wohl in der Landwirtschaft und in der Lebensmittelproduktion zu finden. Hier sind die Akteure meist erblich vorbelastet, denn landwirtschaftliche Betriebe werden in der Regel generationenübergreifend betrieben.
Der Wunsch, Tierarzt oder Tierpfleger zu werden, ist in vielen Kinderzimmern vorhanden. Doch gerade der Berufswunsch Tierarzt muss nicht immer das Erfüllen, was man sich davon verspricht – und man sollte vor dem Start dies Studiums der Tiermedizin sich gründlich überlegen, ob man alle Facetten dieses Berufes akzeptieren kann. Denn es geht bei der Tiermedizin nicht immer nur darum, um kleinen süßen Kaninchen eine Impfung zu verpassen oder ihm das Beinchen zu verbinden. Der Beruf ist auch mit viel Blut, Parasiten, Tod und Leid verbunden. Der Tiermediziner, der sich nicht in der Praxis oder Klinik niederlässt, sondern sich für einen Job als Amtstierarzt entscheidet, hat ebenfalls recht vielfältige Aufgaben. So besteht eine Hauptaufgabe sicherlich im Tierschutz, und er prüft, ob Tiere artgerecht gehalten werden. Ist dies nicht der Fall, kann der Anblick schon einmal weniger ansprechend sein. Zum anderen fällt auch die Lebensmittelkontrolle in seinen Aufgabenbereich, und er findet sich in den Schlachthöfen der Region des Öfteren wieder. Denn die Lebensmittelproduktion wird im Sinne des Verbraucherschutzes ständig beobachtet, und gerade in größeren Schlachtbetrieben sind Amtstierärzte kontinuierlich im Einsatz.
Ein weiterer Grund, warum der Kinderzimmertraum / Berufswunsch „etwas mit Tieren machen“ oft nicht in Erfüllung geht, ist das mangelnde Angebot an entsprechenden Ausbildungsplätzen und Jobangeboten. Tierpfleger kommen in Zoos, Tiergehegen und auch Tierheimen zum Einsatz, die es nicht an jedem Ort gibt. Auch die Nachfrage an Ausbildungsplätzen und Jobs als Tierarzthelfer(in) oder als Pferdewirt(in) ist weit größer als das Angebot. Wer sich für diesen Beruf entscheidet, sollte daher auch räumlich flexibel sein. Darüber hinaus ist die Bezahlung in diesen Berufen oftmals eher gering angesiedelt. Und so ist viel Leidenschaft zu den Tieren gefordert, um in diesem Bereich Fuß fassen zu können.
Die meisten jedoch kommen von diesem Berufswunsch ab und engagieren sich in ihrer Freizeit für den Tierschutz. Dies ist auch notwendig, denn Tierheime, Gnadenhöfe und Tierschutzorganisationen sind auf das freiwillige Engagement angewiesen, ist ihr Budget doch in der Regel knapp bemessen. So freuen sie sich über jede Unterstützung, in Form von aktiver Mithilfe, oder in Form von Sach- und Geldspenden. Jeder hat die Möglichkeit, sich für den Tierschutz zu engagieren, nicht nur die bundesweit und international aktiven Organisationen suchen Mitstreiter. In jeder Region gibt es weitere Möglichkeiten. Insbesondere die Institutionen in privater Hand haben oft mit Engpässen zu kämpfen, da sie keine öffentlichen Mittel zur Verfügung gestellt bekommen.