
Wilde Tiere
Nicht zahme und domestizierte Tiere werden als Wildtiere bezeichnet. Verschiedene Gebiete und klimatischen Zonen haben ein unterschiedlich natürliches Vorkommen wilder Tiere. Dabei müssen Wildtiere nicht unbedingt in der Wildnis wohnen. Auch der vom Menschen geschaffene Lebensraum kann den Tieren die notwendigen Bedingungen zum Leben und zur Fortplanung bieten: Hausmaus, Turmfalke und Stadtfüchse haben sich beispielsweise optimal an die durch Menschen geprägte Umgebung angepasst. Dabei sind wilde Tiere im Lebensraum des Menschen nicht immer willkommen. Denn oftmals treten sie – meist bei der Nahrungssuche – zu nahe an den Menschen heran. Ratten, Mäuse und Ameisen gelten im und am Haus als Schädlinge, auch Marder und Maulwurf sind keine gern gesehenen Untermieter. Probleme gibt es auch immer wieder mit Wildtieren und dem Straßenverkehr. Zahlreiche Rehe, Füchse, Kröten und Eichhörnchen verenden beim Überqueren der Straße. Zumindest in Europa stellen die wenigsten wilden Tiere eine Gefahr für den Menschen dar. Füchse und sogar Wölfe sind von Natur aus eher scheue Tiere, die die Begegnung mit dem Menschen tunlichst vermeiden. Für Landwirte hingegen sind diese Tiere eine unangenehme Sache, fallen ihnen doch immer wieder Hühner, Schafe und andere Nutztiere zum Opfer.
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Zoos und Wildparks
Die meisten wilden Tiere bekommt der Mensch in seinem natürlichen Lebensraum eher selten zu Gesicht. Um auch diese Tierarten den Menschen nahe zu bringen, werden sie in Zoos und Wildparks präsentiert und vorgestellt. Dies ist ein durchaus umstrittenes Vorgehen: einerseits werden in Tiergehegen und Zoos den Menschen die einzelnen Tiere näher gebracht und es wird für ihre Arterhaltung geworben. Auf der anderen Seite wird kritisiert, dass die Tiere in den Zoos nicht immer artgerecht untergebracht sind. Gerade in älteren Zoos sind die Gehege relativ klein und karg gehalten. Erst in den letzten ein bis zwei Jahrzehnten hat sich das Bewusstsein der Betreiber geändert, und man achtet bei der Renovierung von Zoos auf Unterkünfte für die Tiere, die zum einen geräumig genug sind, und darüber hinaus abwechslungsreich und artgerecht eingerichtet sind.
Wilde Tiere im Zirkus
Die Hauptattraktion zahlreicher Zirkusse ist die Dressur wilder Tiere. Löwen, Tiger oder Elefanten hinterlassen beim Publikum den größten Eindruck. Sie vollführen Kunststücke, und werden vom Raubtier zum Schmusekätzchen. Die latente Gefahr bringt im Publikum den entsprechenden Nervenkitzel. Gleichzeitig jedoch ist die Haltung der wilden Tiere im Zirkus äußerst umstritten. Denn Freigehege sind meist nicht existent, und die Käfige und Gehege fallen oftmals zu klein aus. Darüber hinaus ist die Dressur ansich umstritten, das sie nicht artgerechtes Verhalten zum Ziel hat.
Wilde Tiere beobachten
Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten, dies ist auf verschiedene Weise möglich. Die Tiere der Unterwasserwelt kann man beim Tauchen beobachten, auf Safari sind Elefanten, Giraffen und Nashörner beeindruckende Tiere der Wildnis. Andere Tiere leben in eher schwer zugänglichen Regionen, und das zu nahe kommen kann durchaus mit Gefahr verbunden sein. Beispielsweise Eisbären, gerade wenn sie Nachwuchs haben, wohnen nicht nur in schwer zugänglichem Gebiet, sondern können auch äußerst aggressiv werden, fühlen sie sich bedroht. Auch sollte beim Beobachten wilder Tiere sehr darauf geachtet werden, dass diese sich nicht gestört fühlen, und auch dass ihr Lebensraum nicht verändert wird.